
So, angekommen. Blog zu, fertig.
;-)
Naja vielleicht doch nicht.
Der wirklich interessante Teil ist ja noch nicht geschrieben.
Wird auch nicht jetzt geschrieben, dazu brauche ich mehr Zeit.
Da sind wir aber auch, was ein Zufall, beim Thema. Zeit.
Ich glaube das ist die größte Änderung die einem widerfährt, wenn
man aus einem nicht gerade low-performing Bürojob-Alltag in Deutschland
in einen, vom setting her mindestens genauso hoch-performenden, Bürojob in Irland wechselt.
Um es ganz abgedroschen und abgenutzt auf den Punkt zu bringen:
In Deutschland lebten wir oft um zu arbeiten - hier arbeitet man um zu leben.
Der Witz daran, zumindest im IT-Bereich, mit gleichem Leistungs-Output!
Für jeden, der nun den Finger heben will, dass daher die Krise in Irland sicherlich kommt.
Nein, ich glaube nicht. Aber das wird mir auch schon wieder zu ernsthaft das Thema.
Vielleicht lasse ich mich darüber irgendwann noch komplett unprofessionell aus.
Also zurück zur Zeit. Die lebt man hier nämlich viel intensiver. Man nimmt sich mehr davon und hat trotzdem mehr. Definitiv ein Zeit-Raum-Paradoxon, welches jedoch kollabieren würde, wenn man es wissenschaftlich untersuchen würde weshalb ich das auf keinen Fall tun werde.
Natürlich gibt es auch greifbarere Fakten. Man kann fast immer einkaufen gehen, auch Sonntags, an vielen Feiertagen und einige Läden haben sogar 24/7. Ich werde jetzt nicht analysieren, ob das nun Arbeitsplätze schafft oder Arbeiterausbeutung fördert. Es schafft auf jeden Fall Entspannung und zwar gefühlt bei Bedienungen, Kassierern, etc. genauso wie bei einem als Kunde. Der Load verteilt sich viel besser und man hat nie Druck, noch eingekauft zu bekommen.
Übrigens das Equivalent zu 'Guten Tag' oder 'Hallo' ist hier das halbgenuschelte 'How are you' oder 'How's it going'. Kann man mit der Gegenfrage beantworten aber auch gerne inhaltlich, denn es interessiert die Leute öfter als man denkt und ist auch gerne ein Einstieg für einen kleinen Plausch.
Das sind die Momente wo man wieder fühlt, dass der Mensch konzeptionell ein Herdentier mit starker Kopplung zur sozialen Interaktivität ist. Die Minuten sind merklich gut in das eigene Wohlbefinden investiert.
Ich könnte jetzt noch esoterischer einige Seiten füllen. Aber es ist einfach wirklich overwhelming.
Ein bisschen Salz noch dazu: ja, es hilft innerhalb von 20-30 Minuten nach dem Verlassen des Büros am Strand zu stehen und gute Meerluft zu atmen oder mit vielleicht nochmal 30 Minuten mehr
wunderschöne Landschaften wie den Burren, die Cliffs oder so malerische Häfen wie in Kinvara zu geniessen. Vor allem Freitags, wenn man nur 7h gearbeitet hat.
Wer mich jetzt mit herausgestreckter Zunge und Grinsefresse visualisiert - sorry, musste aber gerade sein.
So, genug gesabbelt - ja, ich bin nüchtern - das musste einfach nun einmal so unsachlich, subjektiv und whatever sein.
Die Zusammenfassung dieses Beitrages: Eire - here we are!...and we are f[e|u]cking happy!!!!!